Nürburgring II – Alessio Bender (nicht ganz im Glück)

Saisonabschluss auch in der RCN Kategorie in der Alessio Bender unterwegs ist. Konkurrenzbedingt musste Alessio seinen Ford Fiesta inzwischen aufrüsten, um in einer Klasse zu starten die zahlreichere Teilnehmer hat. Die Bandagen wurden damit aber auch härter. Im Qualifying bei feuchtem Wetter lief es sehr, sehr gut. Platz 3 in der Klasse war ein Top Ergebnis.

Zwischenzeitlich hörte es auf zu Regnen und die Kategorie GLP (siehe Bericht Nürburgring I) fuhren zudem die 25 km Strecke mit 10 Runden inzwischen immer mehr trocken. Kai und Marc gaben die Streckeninfos an Alessio weiter. Leider aus seiner Sicht nicht sehr optimale Aussichten, um gegen die starke Konkurrenz bestehen zu können – soll heißen Platz 3 zu verteidigen.

Beim letzten Check in der Box vor dem Start entschied der Team Chef vorsichtshalber noch schnell die Radlager zu wechseln. Man wusste dass Alessio das Auto in den Curbs nicht schonen kann um der Konkurrenz nichts, aber auch gar nichts zu schenken. Gesagt und (fast) getan. Vorne rechts wollte das montierte Lager partout nicht aufgeben. Die Zeit wurde knapp und hektisch. Die erste Startgruppe rollte bereits über die Startlinie (Alessio war in der 2. Startgruppe vorgesehen) als Alessio endlich die Box Richtung Boxenausgang verlassen konnte. Perfekt – die Ampel war noch grün, Alessio konnte in seine Startgruppe aufschliessen.

Das Rennen verlief auf trockener Strecke fehlerfrei. Leider rutschte Alessio zurück auf Position 5. Nach dem 1. Boxenstopp konnte er aufholen. Position 4. Der nächste Boxenstopp wurde minutiös geplant. Nur tanken und 1 Minute Reserve für den 3. Boxenstopp freihalten – warum? Das Regenradar prognostizierte Regen gegen Ende des Rennens. So kam es. Nach 2 Stunden und 15 Minuten wurde es in der Boxengasse sehr hektisch. Slicks gegen Regenreifen. Jetzt war die Boxencrew gefragt das richtige Zeitfenster zu finden. Über den Funkverkehr war den Äußerungen von Alessio zu hören, dass er sehr gut mit den Wetterbedingungen zurecht kam.
40 Minuten vor Rennende kam die Order an Alessio „Box, Box“. Jetzt musste auf die Sekunde gerechnet werden. Man musste einerseits mind. 1 Minute in der Boxengasse sein, andererseits lag Alessio „hauchdünn“ auf Position 3 ! Die Box 5 war frei. Höchste Konzentration in der Box. Der gelbe Ford kam angeflogen, Entscheid von Alessio „Keine Regenreifen“. Auf die Sekunde wurde nun die Mindeststandzeit runtergezählt, Ansage vom Teamchef: Räder gerade – 1. Gang rein – …5, 4, 3, 2, 1, 0. Mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse schießt der „kleine Gelbe“ wieder auf den Kurs. Es wird ganz knapp. Die Strecke wird wieder zunehmend trocken. Nach fast 3 Stunden nehmen die Überrundungen immer mehr zu. Also viel Verkehr. Manche lassen sich zurückfallen, um nicht unnötig eine Runde mehr zu fahren als 3 Stunden oder das Auto über die Distanz zu bringen. Und dann passierts. In der letzten Sektion überholt der Gesamtführende Alessio, ein weiteres Fahrzeug ist involviert, Alessio kommt nicht vorbei… und verliert Platz 3 um 0,7 Sekunden! What a sh..!!
Aber typisches Resümee von Alessio nach ein paar Stunden: „Nicht verloren, nur 0,7 Sekunden neben Podiumsplatz“
..im Parc Ferme neben den Gesamtsiegern Schall/Schall


