Superenduro Polen Felix Bähker


Hallo zusammen,
am vergangenen Wochenende stand für mich ein komplett neues Kapitel meiner sportlichen
Laufbahn an: Mein erster Start bei einem Lauf zur FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft in
der Juniorenklasse.
SuperEnduro unterscheidet sich deutlich von dem, was ich bislang gewohnt bin. Gefahren
werden sehr kurze, extrem intensive Rennläufe auf einer kompakten Strecke, mit
Rundenzeiten von unter einer Minute. Jeder Fehler wirkt sich unmittelbar aus – Zeit für
Korrekturen gibt es kaum.
Leider verlief der Abend sportlich nicht nach Plan. Im Timed Qualifying konnte ich lediglich
zwei gezeitete Runden absolvieren, bevor ich stürzte und mein Motorrad dabei beschädigte.
Eine konkurrenzfähige Zeit war dadurch nicht mehr möglich, sodass ich im Last-Chance-
Qualifying antreten musste.
Dort erwischte ich keinen guten Start. Am Ende der ersten Runde kam es gemeinsam mit
mehreren Fahrern zu einem Sturz, bei dem ich unter anderen Motorrädern und Fahrern
feststeckte. In der Folge war meine Hinterradbremse außer Funktion. Zwar brachte ich das
Rennen noch zu Ende, eine Qualifikation für das Abendprogramm war unter diesen
Umständen jedoch nicht mehr möglich.
Dieses Wochenende hat mir sehr deutlich gezeigt, wie hoch das Tempo und wie gering die
Fehlertoleranz im SuperEnduro sind. Im Vergleich zum Hardenduro, wo über längere
Zeiträume gearbeitet werden kann, zählt hier jede einzelne Sekunde – und absolute Präzision.
Das Ergebnis ist enttäuschend, keine Frage. Gleichzeitig war dieser Lauf eine wichtige und
ehrliche Standortbestimmung. Die Erkenntnisse aus Polen sind klar: Es gilt, gezielt an meinen
Schwächen zu arbeiten, mich weiter an das hohe Tempo zu gewöhnen und die Abläufe zu
verfeinern.
Der Fokus liegt nun vollständig auf Training und Vorbereitung, um beim zweiten Lauf
deutlich stärker zurückzukommen. Ich bin überzeugt, dass sich diese Erfahrung langfristig
auszahlen wird.
Vielen Dank an alle Partner und Unterstützer für das Vertrauen und den Rückhalt – der Blick
geht nach vorne.


